Der Oldtimerclub Nikolausdorf e.V. verwirklichte große Vorhaben
Die Initiative von engagierten Oldtimerfreunden führte zu der Gründung eines Vereins für Interessenten, Liebhaber und Fahrzeugbesitzer von Oldtimern. So traf man sich zu einer Gründungssitzung am 17. November 1995 im späteren Vereinslokal Theo Schlömer in Beverbruch.
Die Satzung sieht vor, dass der Club allen Interessenten offen steht, gleich ob mit Traktor, Auto, Motorrad oder ob sie nur als unterstützende Mitglieder den Verein fördern wollen. Zum ersten Vorstand wurden gewählt: Vorsitzender Franz Looschen , stellvertretender Vorsitzender wurde Georg Lanfermann, die Aufgabe des
Schriftführers übernahm Horst Ostendorf und Kassenwart wurde Bernd Gardewin. In den Club trugen sich sogleich 14 Gründungsmitglieder ein.
Im gleichen Jahr begann der Oldtimerclub damit, alte Maschinen, die bei den Leuten aus dem Dorf und in der Umgebung vor etlicher Zeit in Gebrauch waren und in der heutigen Zeit völlig überholt sind, zu sammeln und abzuholen und bei Hubert Weddehage, der dem Verein einen Teil seines nicht mehr benutzten Stalles zur Verfügung stellte, unterzubringen. Hier begannen dann auch die verschiedenen Restaurationsarbeiten an den Gerätschaften.
Am 15. September 1996 organisierte der Oldtimerclub einen „Tag der offenen Tür“ auf dem Sportplatz an der Nikolausdorfer Schule, der von den Bewohnern aus dem Dorf und der Umgebung sehr gut angenommen wurde. Fast ein Jahr nach der Gründung, am 16.Oktober 1996 wurde der Verein als gemeinnützig anerkannt und in das Vereinsregister eingetragen. Er konnte sich ab jetzt „Oldtimerclub Nikolausdorf e.V.“ nennen.
Im Jahre 1998 konnte der Verein die historische Scheune vom Gastwirt Josef Meyer pachten. Diese wurde restauriert und war Veranstaltungsort für das erste Oldtimertreffen im September desselben Jahres und fortan für die Veranstaltungen des Oldtimerclubs bis zum heutigen Tage.
Das nächste große Ziel des Vereins von Beginn an war es, in der Scheune ein Museum mit alten Maschinen und Geräten einzurichten um diese für künftige Generationen zu erhalten und diese zu präsentieren. Dieses Museum konnte schließlich im Sommer 1999 fertiggestellt werden. Es wurde „Buurnmuseum“ genannt. Im Jahr 2006 erhielt die Scheune dann ein neues Dach. 2009 übernahm der Verein den angrenzenden ehemaligen und leerstehenden Schweinestall von Josef Meyer, den die Mitglieder zumeist in Eigenleistung zu einer Museumshalle umbauten. Später kam rechtsseitig ein Abdach hinzu und die Halle wurde insgesamt zweimal verlängert. In der Halle werden heute alte Maschinen, Geräte, Haushaltsgeräte und Einrichtungen, eine Hebammenausrüstung, eine Tierarztausrüstung und vieles mehr ausgestellt. 2019 haben wir eine behindertengerechte Toilette in einen gesonderten Raum in der Museumshalle gebaut. Es werden regelmäßig Führungen durch die Gebäude angekommen Es konnten bereits viele Besuchergruppen, die sich durchs Museum führen lassen wollten, auf dem Gelände des Oldtimerclubs begrüßt werden.
Zu den wichtigen jährlichen Aktivitäten gehört der „Tag der offenen Tür“ der immer an Christi Himmelfahrt stattfindet und das traditionelle „Spekulatiusbacken“ am 1. Advent. An diesen Tagen ist auch immer die Backstube in Betrieb, so dass die Besucher sich auch mit frisch gebackenem Brot und anderen Köstlichkeiten eindecken können. Weitere Aktivitäten im Jahresablauf sind die traditionelle Getreideernte -das Roggenmähen-. Das Getreide wird dann nach dem Trocknen im Rahmen des Erntedankfestes im Museumsdorf in Cloppenburg mit einer alten Dreschmaschine gedroschen. Seit mehreren Jahren kommt auch nun die Kartoffelernte „wie anno dunnemals“ und der Verkauf der Kartoffeln hinzu. Ebenfalls ein fixer Punkt im Jahreskalender sind die Teilnahme am Pfarrfest, bei dem das traditionelle „Jauchebier“ ausgeschenkt wird und die Präsenz auf dem Nikolausmarkt. Erst seit einigen Jahren im Programm, ist die Maisernte mit den historischen Traktoren und Fahrzeugen, welches mit der Unterstützung der Familie Franke stattfindet.
Highlights waren auch die organisierten Oldtimertreffen unter anderem in den Jahren 2017 und 2024. Hier trafen sich dann Oldtimerfreude aus dem gesamten Raum Weser-Ems und präsentierten den vielen tausend Besuchern dieses Festes ihre verschiedenen Fahrzeuge und Geräte. Diese Treffen waren auch stets verbunden mit Vorführungen der historischen Maschinen und Geräte und der damit verbundenen Arbeitsweise. Eine neue und besondere Attraktion des Oldtimertreffens im Jahr 2024 war das „Traktorpulling“ für Oldtimertraktoren, für den der Vereinsnachwuchs in Eigenregie und mit vielen Arbeitsstunden verbunden, einen speziellen Bremswagen gebaut hat. Es war einer der Höhepunkte beim letzten Oldtimertreffen.
Nach über 30 erfolgreichen Jahren kann der Verein nunmehr 248 Mitglieder zählen. Der aktuelle Vorstand des Oldtimerclub Nikolausdorf besteht aus dem 1.Vorsitzenden Bernd Emke, dem stellvertretenden Vorsitzenden Christian Otten, Schriftführer Heinz Wessel und Kassenwart Hubert Burke.
Der aktuelle Vorstand von links nach rechts: Bernd Emke (1. Vorsitzender), Heinz Wessel (Schriftführer), Hubert Burke (Kassenwart) und Christian Otten (2.Vorsitzender)